Der Veranstaltungsmarathon

Der Veranstaltungsmarathon

Jetzt ist also der Bandhaus-Teil des Kultursommers losgegangen. Und Jasmin Meindl und Juliane Putzmann, die das ganze Programm ins Rollen gebracht haben, konnten für zwei Stunden halbwegs entspannt dasitzen und die sehr an die 70er Jahre erinnernde smoothe Jazz-Rock-Musik von „Matchtape“ genießen. Ansonsten haben die Initiatorinnen und Macherinnen des Backnang Kultursommers derzeit eine – mindestens –  70-Stunden-Woche.

Denn parallel zu den Proben für die Bandhaus-Veranstaltungen mussten und müssen für diese und alle weiteren Beteiligten wahre Mammut-Aufgaben bewältigt werden. Ein Riesen-Puzzle-Werk, bis alles für die Zuschauer*innen da steht: Versicherungsfragen. Neue Corona-Öffnungsstufen. Planungstreffen. Weitere Versicherungsfragen. Luca-App anmelden. Getränkeverkauf regeln. Versicherungsfragen. Plakatrunde ordern. Interviews. Fotos. Treffen wegen der Hygienekonzepte. Sicherheitskonzepte. Probenplanung. Terminplanung. Einladungen verschicken. Plexiglasscheiben bestellen. Getränke bestellen. Toitettenwagen organisieren. Bühnen bauten terminieren und organisieren. Und: Noch mehr Versicherungsfragen…

Das ist ein Teil eines täglichen Zwölfkampfs, der mit viel Zuschauer*innen-Zuspruch (und hoffentlich gutem Wetter) belohnt wird. Aber auch das Ausbaldowern von Erstazterminen gehört mit zum Programm. Damit es keinesfalls, nie, niemals, zu keiner Zeit langweilig wird. Und im Bandhaus-Büro summt es wie im Kulturbienenkorb. Alles vom Team Bandhaus für die Backnanger*innen.

Die Eröffnung mit „Matchtape“, organisiert vom „Verein kulturgut – Kultur auf dem Hofgut Hagenbach“ verlief stimmungsvoll und voll Fan-Begeisterung. Es war schon sehr dunkel und recht frisch geworden, als das Publikum die Band, bestehend aus dem Stuttgarter Hammond-Orgel-Spieler Martin Meixner, dem Gitarristen Jörg Teichert und dem Schlagzeuger Christian Huber, nach der dritten Zugabe in den Feierabend entließ. Und es war so, wie Meiner zu Beginn versprochen hatte: Man müsse, sagte er, an diesem Abend ganz viele Töne spielen, weil man das so lange live nicht mehr gemacht habe. Da hat sich also viel aufgestaut – auch viel Spielspaß.