Es summt

Es summt

9. Juni: Der Kartenvorverkauf hat begonnen. Im Bandhaus und im Bürgerhaus. Stress und Freude gehen hier Hand in Hand: Die Telefone klingeln zu den Geschäftszeiten fleißig. Schnell bekommt man den Eindruck: Ja, das Angebot scheint angenommen zu werden. Das kann so weitergehen.

Nun kommt also im Zehnkampf der Festivalorganisation der Kartenvorverkauf noch hinzu. Und auch hier gilt: Corona macht’s nicht leichter. Denn (noch?) müssen die Bestuhlungspläne mit den nötigen Abstandsregeln gemacht werden, damit sich auch ganz sicher niemand anstecken kann. Dann müssen die Bestuhlungspläne mit dem Techniker abgesprochen werden – für jede Bühne naturgemäß einen anderen. Dann müssen sie bei der überörtlichen Ticketverkaufsstelle ins Verkaufssystem eingepflegt werden. Für jede verkauften Karte müssen persönliche Informationen hinterlegt werden, um für mögliche Infektionsketten gerüstet zu sein. Das alles macht’s also nicht leichter. Die kleine, stille Hoffnung ist, dass wenigstens diese Corona-Anforderungen in ein paar Wochen obsolet sein werden. Aber man muss eben mit den aktuellen Bestimmungen arbeiten und darf nicht auf Spekulationen setzen. 

Ansonsten geht der Organisationsmodus im Schleudertrauma weiter. Die Webseite steht jetzt, das Programm ist hier und auf der Webseite www.backnanger-kultursommer.de eingepflegt. Jetzt müssen weitere Werbemittel erstellt werden. Plakate, Flyer, Banner. Ebenso im Mittelpunkt: Übernachtungspläne, Putzpläne, Mitarbeiterpläne. Planungstreffen, um weitere Pläne zu machen, Besprechungen, in die Telefonanrufe platzen, die weitere Besprechungen nötig machen. Wer immer kulturelle Großereignisse organisiert hat, kennt das: Auf einer Strecke vom Bienenkorb zum Trappistenkloster befinden sich die Organisator*innen gerade eher bei der Biene. Es summt.