Gemeinsam zum Aspacher Volkslauf

Gemeinsam zum Aspacher Volkslauf

Nachdem ich im vorherigen Beitrag von meinen positiven Trainingserlebnissen berichtet habe, darf ich auch das negative Vorkommnis nicht verschweigen, das kurz darauf folgte. Hochmotiviert bin ich nämlich am vergangenen Samstag morgens losgelaufen. „Nachdem das beim letzten Mal so gut geklappt hat, laufe ich heute mal schneller“, hatte ich mir vorgenommen. Im Hinterkopf spukte nämlich schon der Aspacher Volkslauf, bei dem ich ja schließlich gut abschneiden möchte. Also bin ich zackig losgelaufen – um dann nach ein bisschen mehr als der Hälfte der Strecke völlig einzubrechen. Mir blieb richtig der Atem weg. So sehr, dass ich eine Gehpause einlegen musste (was wir ja eigentlich hinter uns haben sollten, aber es ging wirklich nicht mehr anders!). Ein ziemlicher Dämpfer…

Wie gut, dass am Dienstag wieder ein gemeinsames Training anstand. Als wir uns alle am Mineralbad trafen (von dort aus laufen wir ab jetzt los) und uns über alles mögliche – von Lauferlebnissen bis hin zu Schuhen und Laufhosen  – austauschten, fühlte ich mich schon besser. Der Spruch mit dem geteilten Leid hat schon seine Berechtigung. Um in Aspach aber nicht völlig auf die Nase zu fliegen, bat ich unsere Betreuer um ein paar Ratschläge.

Falko war da sehr pragmatisch und fragte erst einmal, mit welcher Zeit ich bisher laufe. Eine Dreiviertelstunde auf 6 Kilometer hatte ich zuletzt in etwa gemessen. „Also etwa eine 7er-Pace“, meinte er. Dann seien 35 Minuten drin, wenn ich denn gleichmäßig laufe. Am Anfang nur nicht übertreiben, rät er.  Najaaa, dieses eine Mal, als ich auf Zeit und Distanz geschaut habe, war aber auf ebener Strecke und auch an einem Tag, an dem es wirklich gut ging. Mein Erlebnis vom letzten Samstag ist mir noch sehr präsent. Also lieber tiefer stapeln.

Von Zeiten will Brigitte mal wieder nichts wissen: „Völlig egal ob das eine 7er, 8er oder 9er Pace ist“, findet sie. An uns alle gewandt sagte sie: Wichtig sei, am Anfang nicht mit der Spitze mitzuläufen. Dazu lässt man sich aufgrund der Stimmung gerne mal verleiten. „Ich weiß, ihr wollt nicht, dass andere davonziehen und noch viel weniger, dass die hinter euch überholen.“ Trotzdem: Versuchen, das eigene Tempo zu laufen, sei die Devise.

Von meinem Kollegen Matthias Nothstein habe ich den Tipp bekommen, gerade den ersten Anstieg nicht zu  schnell anzugehen. Das könne sich rächen. Am Schluss aber, wenn das Ziel schon in Sicht ist, solle ich nochmal alles reinlegen. Da helfe dann auch die Stimmung am Streckenrand, versicherte er. Er muss es wissen, schließlich ist das seine Heimstrecke. Ich nehme es mir zu Herzen!

Beim Training dann ging es gestern auf die Finnenbahn am Sportplatz Eugen-Adolff-Straße – ein sehr angenehmer Untergrund. Nach drei Runden ging es auch wieder zurück zum Freibad. Auf den letzten Metern wollte Falko es nochmal richtig wissen: Ein Schlussspurt bis zur Brücke! Uff! Aber brav haben wir mitgezogen und er schien auch recht zufrieden mit uns. Dankbar war ich auch für ein paar Tipps zur idealen Haltung. Falko nennt es die Pilates-Grundstellung: Aufrecht stehen und sich nach vorn beugen, bis man gezwungen ist, einen Schritt nach vorn zu machen. Das sei der optimale Körperschwerpunkt. Den solle ich auch beim Laufen so beibehalten. Gut zu wissen, darauf achte ich mal!

Inzwischen ist mein Optimismus zurückgekehrt, was den Aspacher Volkslauf am Samstag angeht. Das wird mein erstes Rennen und ich bin froh, dass auch einige der anderen Laufend-BKZ-Teilnehmer angekündigt haben, mitmachen zu wollen. Falko und Tanja haben angeboten, mit uns zu laufen – in unserem Tempo. So hätten wir jemanden, an dem wir uns orientieren können. Ein sehr nettes Angebot, das gerne angenommen wurde.

Am Donnerstag noch eine Trainingseinheit, dann kann der Samstag kommen!

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