Rollen statt Laufen

Rollen statt Laufen

Ich gebe es zu, ich war nachlässig. Mit dem Schreiben, aber auch mit dem Training. In meinem Urlaub, habe ich mir gedacht, muss ich ja nicht ganz so streng mit mir sein. Außerdem bin ich im Rahmen meiner Sightseeing-Aktivitäten sehr viel zu Fuß unterwegs gewesen. Nur eben nicht besonders schnell. Und kaum war der Urlaub zu Ende, bin ich auch wieder eifrig ins Training eingestiegen. Donnerstag zuhause angekommen, Freitagmorgen schon auf der Strecke gewesen. Gute 8 Kilometer bin ich da gelaufen – ein Erfolg, wie ich fand. Aber wie das so oft der Fall ist, folgte auf ein Hoch auch schnell ein Tief: Bei meiner Trainingseinheit am Sonntag, bei der ich mit Bedacht ein paar fiese Anstiege eingebaut habe, tat mir beim bergab laufen auf einmal das Knie weh. Erst einmal nicht weiter beunruhigend, das kommt schon mal vor. Als es aber am nächsten Tag nicht besser wurde, machte ich mir langsam Gedanken. Sollte ich überhaupt am Dienstag mit trainieren? Aber so kurz vor dem Silvesterlauf das Training auszulassen, schien mir auch keine besonders gute Idee. Ich nahm mir vor, beim Aufwärmen mitzumachen und dann spontan zu entscheiden, ob ich meinem Knie einen größeren Lauf zutraute.

Am Tag waren die Schmerzen kaum noch da, das sollte doch klappen mit dem Training. Dachte ich mir. Anfangs ging es auch ganz gut, nebenher plauderte ich noch munter mit Rolf, Johannes und Brigitte. Alles gut soweit. Als wir uns allerdings dem Waldheim näherten, meldete sich das Knie zurück. Und dieses Mal so heftig, dass ich das Training abbrechen musste. Am nächsten Tag humpelte ich durch die Redaktion. Brigitte rief bei mir an und fragte nach, ob denn alles okay sei. Sie vermutete eine Reizung der Patellasehne.  Wir machten auch gleich einen Termin aus, an dem sie mir ein paar Tipps gab, wie ich dem gegensteuern kann.

In Absprache mit der AOK-Sportpädagogin habe ich mir jetzt ein paar Tage Laufpause verordnet. Frühestens am Sonntag soll ich das Knie bei einem leichten Training testen. Solange hat mir Brigitte zwei Blackrolls mitgegeben. Mit deren Hilfe sollen die Sehne, sowie Oberschenkel- und vorderer Schienbeinmuskel angeregt und somit besser durchblutet werden. Wenn ich ehrlich bin: Das Lauftraining in der Gruppe hätte mir weitaus mehr Spaß gemacht, als mich über den Boden zu rollen – auch wenn es mehrfach die Marktstraße hoch geht! Aber, Brigittes Ratschläge nehme ich lieber an. Schließlich habe ich immer noch das Ziel, an Silvester in unter einer Stunde ins Ziel zu kommen. Solange heißt es also erstmal rollen statt laufen.

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